Der Expressionismus in der Kunst äußert sich in den verschiedensten Bereichen: in der Malerei, Bildhauerei oder der Literatur. Der Expressionismus ist eine Strömung innerhalb der Kunst der Moderne des 20. Jahrhunderts. Ebenso wie der Impressionismus oder der Symbolismus wandte er sich gegen den Naturalismus, der die Welt möglichst realitätsnah abbilden wollte. Der Expressionismus setzt demgegenüber mehr auf Ausdruck, Gefühl und Spontanität. Die Künstler wollten ein Motiv so wiedergeben, wie sie es empfunden oder durchlebt hatten, dabei war es weniger wichtig, ob das Bild „realistisch“ aussah.
Der Expressionismus in der Kunst wollte protestieren. Es ging darum die herrschende Gesellschaftsordnung zu kritisieren und nicht nur in der Kunst neue Ausdruckformen zu finden, sondern sich auch neue Arten zu leben zu erschließen. Der Expressionismus empfand sich als unkonventionell und nicht-bürgerlich und steht in engem Zusammenhang mit der Lebensreformbewegung. Starke Einflüsse auf das expressionistische Weltbild wirkten die Schriften von Darwin, Nietzsche und Freud aus.
Wichtige Künstlerzusammenschlüsse des Expressionismus in der Kunst waren „Die Brücke“ ( Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff ) und „Der Blaue Reiter“ ( Wassily Kandinsky, August Macke, Paul Klee, Franz Marc ).