Die Kunst im Barock war vor allem eines: prunkvoll. Ob edle Goldverzierungen, Scharen kleiner Putten oder ausladende Schnörkel – die Kunst diente der pompösen Inszenierung und demonstrativen Zurschaustellung von Reichtum.
Von großer Wichtigkeit für die Kunst im Barock ist die Architektur. Stilmittel der barocken Architektur sind vor allem Kuppeln, reichliche Verzierungen durch Ornamente und geschickt eingesetzte Lichteffekte. Auch auf Elemente aus Malerei und Bildhauerei wird zurückgegriffen, um größtmögliche Pracht zu suggerieren. Barocke Architektur wirkt kraftvoll und dynamisch und erfreut sich noch heute größter Beliebtheit.
Kunst im Barock hat auch in den Bereichen Gartenbau, Bildhauerei und Malerei Großes hervorgebracht.
In der Malerei lassen kunstvolle Wand- und Deckengemälde Räume größer wirken. Typisch für den barocken Malstil sind dynamisch wirkende Figurendarstellungen und viel Kontrast beim Einsatz von Farben und Licht. Dargestellt werden unter anderem religiöse Szenen, Episoden aus der Geschichte oder Schlüsselszenen aus antiken Sagen. Wichtige Maler des Barocks sind die Gebrüder Agostino, Michelangelo Merisi da Caravaggio und El Greco.
Die Bildhauerei ein wichtiger Bestandteil barocker Parkanlagen. Die Skulpturen und Plastiken sind von erstaunlicher Lebendigkeit und Ausdrucksstärke, was vor allem an der dynamischen Komposition und dem kunstvollen Spiel von Licht und Schatten liegt.
Im Bereich des barocken Gartenbaus wurde auf wissenschaftliche Erkenntnisse aus Optik und Perspektive zurückgegriffen, um geometrisch-sinnliche Parkanlagen zu schaffen, die die Macht und den Reichtum barocker Herrscher ausdrücken sollten. Eine Schlüsselfigur ist hier der französische Gartengestalter André Le Nôtre, der als Begründer des französischen Barockgartens gilt.