Das Mittelalter ( ca. 500 – 1500 n.Chr. ) ist die Epoche zwischen Antike und Neuzeit. Die Humanisten der Neuzeit prägten später das Bild vom „dunklen“ oder „finsteren“ Mittelalter, um die Überlegenheit der eigenen „erleuchteten“ Zeit hervorzuheben.
Die mittelalterliche Kunst ist aber durchaus vielfältig und bunt. Hauptauftraggeber der Künste war zu dieser Zeit die Kirche ( teilweise gaben auch wohlhabende Adelige Werke in Auftrag ), weshalb der Großteil der mittelalterlichen Kunst religiös geprägt ist. Künstler schufen Wandgemälde und Tafelbilder für Kirchen oder verzierten Bücher mit Malereien. Im späten Mittelalter kamen erste Vorläufer der Landschaftsmalerei und des Stillebens zu Stande. Im Bereich der Architektur brachte die mittelalterliche Kunst Großes hervor. Die beiden wichtigsten Baustile sind die Romanik ( z.B. Speyerer Dom ) und die Gotik ( z.B. Notre - Dame de Paris ).
Künstler galten zu Zeiten des Mittelalters als Handwerker. Sie waren in Zünften organisiert und signierten ihre Werke nicht persönlich. Der Wert eines Kunstwerkes bemaß sich im Mittelalter nicht an dessen Realitätsnähe, sondern am religiösen Gehalt. So wirken Proportionen und Perspektive mittelalterlicher Kunst oftmals unnatürlich.