Was haben Wein und Kunst gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht sehr viel, doch bei genauerem Hinsehen finden sich diverse Parallelen.
Beide wurden sie vom Menschen hervorgebracht und ihre Herstellung und Beurteilung über Jahrhunderte der Kulturgeschichte perfektioniert. Beide gelten sie als äußerst kultiviert. Beide Bereiche sind weite Felder, in denen die Verfeinerung der Kenntnisse ein Lebenswerk darstellt. Und: Sowohl in der Geschichte des Weins als auch in der Geschichte der Kunst nehmen Italien und das antike Rom eine Schlüsselrolle ein.
Doch damit nicht genug: Wein und Kunst sind sich auch in Aufbau und Wirkung auf den Menschen ähnlich. Beide können sie Menschen berauschen. Beides sind sie komplexe Kompositionen, die der Kenner mit Genuss analysiert. Beim Wein fügen sich Farbe, Fruchtaromen, Säure- und Tanningehalt, Abgang und Bouquet zu einem „Geschmacksbild“ zusammen, das ein „Fest für die Sinne“ ist. In der Kunst, z.B. der Malerei, ergeben Farben, Strukturen, Formen, Pinselführung, Perspektive und das Spiel mit Licht und Schatten ein Werk, das ebenso wie das Geschmacksbild des Weines die Sinne anspricht.
Womit wir bei einer weiteren Gemeinsamkeit von Wein und Kunst wären: Über beides wird viel geschrieben, beides wird zur Wissenschaft erhoben, doch letztendlich geht es vor allem um das Gefühl, um die subjektive Sinnenfreude, die beim Menschen ausgelöst wird.
In diesem Sinne die Aufforderung: Tun Sie Ihrer Seele etwas Gutes und betrachten Sie doch mal wieder ein Gemälde, genießen Sie den vollmundigen Geschmack eines guten Rotweins oder verbinden Sie beides miteinander. Mit einem offenen Blick kann das ein Erlebnis der besonderen Art werden!